[Mac Howto] Erzeugen von .DS_Store auf Netzlaufwerken verhindern

Wer mit Windows Usern gemeinsam auf Netzlaufwerken arbeitet, der hat bestimmt schon oft die Frage gehört „Wo kommt denn die Datei .DS_Store her und was macht die?“. Auf Mac Systemen fällt diese versteckte Datei dem User selten bis gar nicht auf. Sie speichert individuelle Einstellungen eines Verzeichnisses, wie z.B. die Position von Icons, oder auch die Vorschaubilder für die Anzeige von Dateien im Finder. Um Probleme mit den genervten Windows Usern zu vermeiden, kann man die Erstellung von .DS_Store auf Netzlaufwerken verhindern (natürlich mit der Einschränkung, dass die darauf aufbauenden Funktionen auf diesem Laufwerk dann nicht verfügbar sind). Es gibt Tools, die das für einen erledigen, wie z.B. TinkerTool oder MacPilot, oder man tippt eine Zeile in das Terminal ein. Da bei mir MacPilot einen falschen Wert gesetzt hat, habe ich das ganze wie folgt per Terminal glatt gezogen:

Lesen der aktuellen Einstellung:

  • defaults read com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores
  • Wird hier ein false zurückgegeben, so wird .DS_Store auf Netzlaufwerken erzeugt

Einstellung ändern, so dass keine .DS_Store auf Netzlaufwerken erstellt wird:

  • defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true

Das war es auch schon und die Windows User sind wieder glücklich ;)Links:

Wichtig !!!
Seid vorsichtig mit Befehlen im Terminal, ausgeführte Befehle können euer System dauerhaft schädigen und zu Datenverlusten führen. Also verschafft euch zuerst das notwendige Wissen und verwendet erst dann das Terminal. Ich hafte nicht für Schäden, die durch die Anwendung meiner Howtos entstehen.

Wichtig !!!

Seid vorsichtig mit Befehlen im Terminal, ausgeführte Befehle können euer System dauerhaft schädigen und zu Datenverlusten führen. Also verschafft euch zuerst das notwendige Wissen und verwendet erst dann das Terminal. Ich hafte nicht für Schäden, die durch die Anwendung meiner Howtos entstehen.

[Mac Howto] Papierkorb lässt sich nicht entleeren

Es ist mir schon öfter passiert, dass ich den Papierkorb unter Mac OS X entlerren wollte und eine Datei wird angeblich noch von einer Anwendung benutzt. Auch ein Neustart hilft nicht weiter, die Datei wird blockiert und so lässt sich der Papierkorb nicht leeren. Ein Ausweg ist das Terminal, doch wo muss ich eigentlich die Datei suchen? Mac OS X verfügt an vielen Stellen über einen Ordner .Trash. Der Punkt vor dem Ordnernamen versteckt diesen vor dem User, so dass er im normalen Finder nicht angezeigt wird. Um nun die gesperrte Datei endgültig loszuwerden, gibt es einen kleinen Trick.

Öffnet den Papierkorb im Finder und startet parallel dazu das Terminal, das ihr in dem Ordner Programme/Dienstprogramme findet. Nun zieht ihr die Datei mit der Maus aus dem Finder auf das Terminal und Mac OS X fügt automatisch den Verzeichnispfad ein, an dem sich die Datei im Filesystem befindet. Nun ergänzt ihr die Zeile um ein „sudo rm“, wie auf dem Screenshot zu sehen ist und drückt die „Enter-Taste“. Ihr werdet nach dem Passwort gefragt (der User muss den Mac verwalten dürfen) und nach der korrekten Eingabe ist die Datei auch schon verschwunden.

Wichtig !!!

Seid vorsichtig mit Befehlen im Terminal, gerade mit „sudo“ ausgeführte Befehle können euer System dauerhaft schädigen und zu Datenverlusten führen. Also verschafft euch zuerst das notwendige Wissen und spielt erst dann mit solchen Befehlen rum. Ich hafte nicht für Schäden, die durch die Anwendung meiner Howtos entstehen.

Nebeneffekte

Gestern hatte mein MacBook Pro ein größeres Problem. Alles begann mit der Installation von „Paragon NTFS für Mac 7“, mit dem ich die Möglichkeit schaffen wollte, auf NTFS Partitionen auch schreiben zu können. Der erste Test verlief auch erfolgreich, doch als ich eine Datei in die Boot Camp Partition kopierte, fiel mir schon eine recht lange Pause zu Beginn des Kopiervorgangs auf. Ich versuchte danach die Boot Camp Partition zu starten, was mir nicht mehr gelang, es erschien lediglich eine Meldung die mir mitteilte, dass dies kein gültiges Startvolume ist. Da ich die Boot Camp Partition sowieso loswerden wollte, empfand ich das als nicht weiter tragisch und so nahm ich mir folgendes vor:

  • Paragon NTFS für Mac deaktivieren
  • Boot Camp Partition löschen
  • Mac OS X Startvolume um den freigewordenen Speicher erweitern

Beim Start des Boot Camp-Assistenten erwartete mich erneut eine schicke Fehlermeldung und der Dienst wurde verweigert. Ok, ich mach das von Hand zu Fuß.

Löschen lies sich die Partition, jedoch war kein Zugriff auf den freigewordenen Speicher möglich. Ich bootete mit der Mac OS X Installations DVD und startete das Festplattendienstprogramm. Flott mal eine Reparatur drüber und alles ist in Ordnung? Pustekuchen, nix geht und eine Fehlermeldung nach der anderen.

An dieser Stelle kommt das nächste Programm zum Tragen. Meine HD ist verschlüsselt mit Checkpoint Full Disk Encryption. Genau diese Verschlüsselung deaktivierte ich nun und erhoffte mir dadurch wieder freien Zugriff auf die Partitionen. Über Nacht lief das Entschlüsseln und heute morgen musste ich sehen, dass eine gewisse Boot Camp Partition nicht entschlüsselt werden konnte (IO Fehler – kein Wunder die iss ja auch wech 😉

Ein erneutes Anlegen eines Volumes mit dem gesuchten Namen half nicht weiter und da Checkpoint den Bootsektor übernimmt war auch ein sauberes Starten von Mac OS X nicht mehr drin. Also wieder von der Mac OS X Installations DVD gebootet, Festplattendienstprogramm aufgerufen und was sehen meine Augen??? Macintosh HD -> 0 Ordner und 0 Dateien. Na super, das schreit nach Time Machine.

Bei der Installation von Mac OS X hat man die Möglichkeit das System aus einem Time Machine Backup wiederherzustellen und so lief mein MacBook Pro nach etwa 3 Stunden wieder. Wie gut, dass es Time Machine gibt, also denkt immer daran regelmäßig Backups zu machen.

Fazit:

Probleme sollten erst mal sauber analysiert werden, bevor man so tief in das System eingreift. In meinem Fall wäre wahrscheinlich kein Problem entstanden, wenn ich Checkpoint vor allem Anderen deinstalliert hätte. Aus Fehlern wird man eben schlauer 😉 Soll ich jetzt NTFS für Mac wieder aktivieren ?XD

[Win] Kostenlose Variante von Nero verfügbar

Box Nero9Auf der Windows Plattform ist Nero wohl den meisten ein Begriff. Fast jedem Brenner liegt eine OEM Version der Brennsoftware bei, oder sollte ich mittlerweile sagen Multimediaabspielbrennundripsoftware. Wem die aufgeblasene Vollversion von Nero 9 zu viel des Guten ist, der kann nun eine abgespeckte Variante kostenlos herunterladen, back to the roots.

Wer Nero 9 – Free Version laden möchte, der muss seine Email angeben, danach ist der Download Link freigeschaltet. Übrigens gibt Nero an, dass diese Version für immer und ewig kostenlos benutzt werden kann. Wem also die Brenn- und Kopierfunktionen für CD/DVD genügen, der wird hiermit seinen Spass haben. Alle die mehr wollen, können natürlich weiterhin die Vollversion erwerben.

Links:

[Mac] Dateien umbenennen mit Name Mangler

Vor kurzem bin ich auf das kostenlose Tool Name Mangler von Many Tricks für Mac OS X gestoßen. Mit diesem Tool kann man schnell und einfach Dateien umbenennen. Es bietet die Möglichkeit, aus verschiedenen Umbenennungsprofilen wählen:

  • Find and Replace – eine Buchstabenfolge finden und ersetzen
  • Number Sequentially – die Dateien durchnummerieren, wobei auch ein Suffix eingetragen werden kann
  • Change Case – den Dateinamen in Groß- oder Kleinbuchstaben umwandeln
  • Set Extension – die Dateierweiterung ändern (z.b. jpg->png, hierbei sollte natürlich nur eine Erweiterung gewählt werden, die zur Datei passt)
  • Add Prefix/Suffix – dem Dateinamen einen Prefix oder Suffix hinzufügen
  • Remove/Insert Characters – gezielt Zeichen aus dem Dateinamen entfernen und einen neuen String einsetzen
  • Advanced – eigene Skripte und Ausdrücke schreiben

Die einzelnen Funktionen sind in den Screenshots zu sehen, so kann man sich besser vorstellen, wie das Endergebnis aussehen kann.

Mit diesen Möglichkeiten geht das Umbenennen dann auch flott von der Hand. Per Drag & Drop fügt man Dateien hinzu, wählt das Umbenennungsschema und füllt die zugehörigen Felder aus. Man sieht jeder Zeit in einer Vorschau, wie der neue Dateiname aussehen wird. Sieht alles zufriedenstellend aus, bestätigt man die Änderungen und der komplette Stapel an Dateien wird neu benannt. Schaut es euch auf jeden Fall mal an, ich denke ihr werdet begeistert sein.

Links:

[Win] Mastering Powershell eBook kostenlos

Auf powershell.com gibt es im Moment ein eBook mit dem Titel „Mastering PowerShell“ von Dr. Tobias Weltner kostenlos zum herunterladen, oder zum online lesen. Da die PowerShell immer beliebter wird, um Windows Systeme zu administrieren und da Dr. Tobias Weltner MVP für die PowerShell ist, kann ich dieses 567-seitige eBook empfehlen. Es bezieht sich zwar noch auf PowerShell 1.0, aber für den Einstieg werden alle Grundlagen gut verständlich erklärt. Der englischen Sprache sollte man mächtig sein, da es das eBook nur auf englisch gibt.

Links:

[Mac Howto] HP LaserJet 1022n als Netzwerkdrucker einrichten

Da ich von mehreren Rechnern aus auf einen netzwerkfähigen HP LaserJet 1022n drucken möchte, sollen diese per IP auf den Drucker zugreifen. Unter Windows funktioniert dies auf Anhieb, da der angebotene Treiber auch erkannt wird. Unter Mac OS X ab Leopard funktioniert der von HP angebotene Treiber bei mir nicht mehr und so habe ich nach einer Alternative gesucht.

Der erste Gedanke war natürlich die Verwendung des Standard Postscript Treibers, doch dieses Modell unterstützt nur PCL. Da ich für aufwendigere Dokumente sowieso auf größeren Maschinen drucke, habe ich den Treiber des LaserJets 6L ausgewählt, der (fast) immer funktioniert. Auf dem Mac ist die Gutenprint-Version dieses Treibers vorhanden und er funktioniert wunderbar. Hier noch zwei Screenshots, welche die notwendige Konfiguration zeigen:

[Howto] Mac Screencapture Format auf jpg umstellen

In letzter Zeit habe ich verschiedene Tools wie Voila oder LittleSnapper für das Erstellen von Screenshots getestet, aber gerade mit der Art der Bildablage war ich nicht zufrieden. In der Regel benötige ich die Bilder direkt für das Web und das geht am schnellsten mit den bereits in Mac OS X integrierten Shortcuts.

shift+cmd+3 = Screenshot des gesamten Bildschirms

shift+cmd+4 = Mit einem Fadenkreuz kann ein Bereich ausgewählt werden

shift+cmd+4 danach die Leertaste drücken = Umschalten auf intelligente Kamera die den aktuellen Bereich festhält

Die Screenshots werden automatisch auf dem Desktop abgelegt, will man diese nur in die Zwischenablage kopieren, so muss man beim Erstellen zusätzlich die ctrl-Taste drücken.

Das Dateiformat der erstellten Bilder ist png und da mir jpg lieber ist, habe ich das im Terminal angepasst. Hierfür startet man das Programm Terminal in den Dienstprogrammen und gibt folgenden Befehl ein:

defaults write com.apple.screencapture type jpg

Danach muss sich der aktuelle Benutzer nur noch abmelden und wieder anmelden, dann ist diese Einstellung aktiv. Wer wieder das Standardformat nutzen möchte, der tauscht in dem Befehl lediglich jpg gegen png aus.

[Mac] Exposé Shortcuts auf neueren Tastaturen

Auf neueren Mac Tastaturen wurde Exposé und das Dashboard auf die Tasten „F3“ und „F4“ gelegt und auch grafisch so aufgedruckt. Bei der Mausbedienung ist dies auch granz praktisch, da die linke Hand die Tasten bequem erreichen kann. Will man nun aber lediglich alle Fenster der aktiven Applikation sehen, so ist hierfür die Taste „F10“ vorbelegt. Um „F10“ ohne Sonderfunktion zu betätigen, muss die Taste „fn“ gehalten werden und genau dabei habe ich das Problem, dass ich zwei Hände benötige. Dies kann man auf einfache Art und Weise umgehen, denn folgende Shortcuts sind bereits hierfür reserviert:

F3 = Exposé

F4 = Dashboard

ctrl+F3 = Alle Fenster des aktiven Programms

alt+F3 = Ruft die Systemsteuerung mit dem Reiter Exposé/Spaces auf

cmd+F3 = Alle Fenster ausblenden

Diese Möglichkeit war mir neu und vielleicht hat noch jemand genau danach gesucht. Ich finds genial, da ich so ohne weitere Konfiguration und vor allem wieder einhändig Fenster schubsen kann.

[Howto] Nmap und VMware Fusion auf dem Mac

Administratoren nutzen Nmap schon jeher für Netzwerkanalysen, Sicherheitsüberprüfungen und zur Fehlerbehebung. Es gibt kaum eine Plattform, auf der Nmap noch nicht läuft und so kann man es natürlich auch auf dem Mac einsetzen. Entweder man lädt das Binary von der Nmap Homepage oder man installiert es per Fink oder MacPorts. In meinem Fall habe ich es über Fink installiert und beim ersten Test spuckte das Terminal nur folgende Fehlermeldung des Befehls getinterfaces aus:

Starting Nmap 4.20 ( http://insecure.org ) at 2009-07-17 16:59 CEST
getinterfaces: Failed to open ethernet interface (vmnet8). A possible cause on BSD operating systems is running out of BPF devices (see http://seclists.org/lists/nmap-dev/2006/Jan-Mar/0014.html).
QUITTING!

Starting Nmap 4.20 ( http://insecure.org ) at 2009-07-17 16:59 CEST

getinterfaces: Failed to open ethernet interface (vmnet8). A possible cause on BSD operating systems is running out of BPF devices (see http://seclists.org/lists/nmap-dev/2006/Jan-Mar/0014.html).

QUITTING!

Nach kurzer Recherche wurde klar, dass es an meiner VMware Fusion Installation liegt. VMware Fusion ist eine Virtualisierungssoftware für den Mac, mit der man z.B eine Windows Installation in Mac OS X laufen lassen kann. Hierbei werden auch virtuelle Netzwerkinterfaces speziell für die virtuellen Maschinen angelegt, die in diesem Fall die Ausführung von Nmap verhindern.
Das Problem kann beseitigt werden, in dem man die virtuellen Netzwerke kurzfristig deaktiviert, Nmap ausführt und anschließend die virtuellen Netzwerke wieder aktiviert. VMware bietet hierfür bereits zwei Shellskripte an, die auch beim Starten und Herunterfahren des Mac für diesen Zweck eingesetzt werden.
Um das ganze nun mit einem Befehl auszuführen, habe ich mir ein kleines Shellskript gebastelt, dem die Nmap Parameter übergeben werden und als Ausgabe sieht der User lediglich das Ergebnis des Scans. Nmap muss als Administrator (sudo auf dem Mac) ausgeführt werden, also muss auch das Skript mit sudo gestartet werden. Hier das Skript:
#!/bin/sh
sudo /Library/Application\ Support/VMware\ Fusion/boot.sh –stop &>/dev/null
/sw/bin/nmap $@
sudo /Library/Application\ Support/VMware\ Fusion/boot.sh –start &>/dev/null

Das Skript wird folgendermaßen abgearbeitet:
  • Der erste Befehl hält die virtuellen Netzwerke an und die Ausgabe wird nicht in der Konsole dargestellt, sondern in den Müll geschoben
  • Der nächste Befehl führt Nmap aus und nimmt als Variable die Parameter entgegen, die der User dem Skript mitgibt. Hier muss eventuell ein anderer Pfad zu Nmap eingetragen werden!
  • Der letzte Befehl startet die virtuellen Netzwerke wieder
So kann es ausgeführt werden:
  • Um das Skript ausführen zu können, muss das Execute Flag gesetzt werden. Dies muss nur einmal auf das Skript angewandt werden.
    • chmod u+x skript.sh
  • Skript mit Nmap Parametern und sudo ausführen. Das System fragt nach dem Passwort des Benutzers, dieser muss Mac OS X administrieren dürfen. Hier ein Beispiel:
    • sudo ./skript.sh -sS www.domain.org
Links: